Isbjørnfare – Eisbärengefahr

“Gjelder hele Svalbard” = “Gilt auf ganz Svalbard”

Eisbären können immer und überall auf Svalbard auftauchen. Warnschilder weisen auf diese Gefahr hin (und sind ein äußerst beliebtes Fotomotiv). Siedlungen sollte man nie ohne Waffen verlassen, mit denen man sich vorher vertraut gemacht hat und die man einzusetzen imstande ist. Geeignete Waffen für den Selbstschutz sind Jagdgewehre. Zusätzlich werden Signalpistolen oder andere Abschreckwaffen empfohlen. Man sollte immer wachsam und sich der Gefahr bewusst sein. Man muss die Umgebung im Blick behalten und sollte sich in offenen, gut einsehbaren Gebieten aufhalten. An Weihnachten 2019 z.B. ist ein Eisbär in Longyearbyen frühmorgens mitten durch den Ort gelaufen, entlang der Svalbar und hat dort durch die Fenster geschaut. Die erschrockene Frühschicht vom Hotel nebenan konnte sich auf dem Weg zur Arbeit nach Warnrufen von Anwohnern in Sicherheit bringen.

Immer Abstand von Eisbären halten!

Wenn man einen Eisbär trifft, kann man versuchen, sich vorsichtig und langsam zurückzuziehen. Wenn der Eisbär einen schon gesehen hat und sich nähert, sollte man direkt versuchen ihn zu vertreiben: Rufen und schreien, hüpfen und mit den Armen wedeln. Man kann einen Schuss mit der Signalpistole abgeben, oder einen Warnschuss mit dem Gewehr. Wenn man mit dem Snowmobil unterwegs ist: Maschine laufen lassen und vom Eisbären wegfahren. Die Tiere mögen Scooter und die damit verbundenen Geräusche ohnehin nicht.

Wenn man im Notfall auf einen Eisbären schießt, muss der Schuß auf Herz oder Lunge zielen und tödlich sein. Nicht auf den Kopf zielen. Man hat das Recht in Selbstverteidigung und Notwehr zu schießen, aber alle Schüsse auf Eisbären müssen dem Gouverneur von Svalbard (Sysselmannen på Svalbard) gemeldet werden und dies wird eine Untersuchung nach sich ziehen.

Eisbären stehen als bedrohte Art unter besonderem Schutz. Es ist verboten sie zu jagen, anzulocken, zu füttern, oder sie unnötig zu stören. Zuwiderhandlungen werden geahndet.

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