Kurs auf Svalbard 78N 15E

Svalbard oder auch Spitzbergen liegt ungefähr zwischen dem Nordkap (835 km) und dem Nordpol (1.300 km). Seit dem Spitzbergen-Vertrag von 1920 ist die Inselgruppe unter norwegischer Verwaltung und Gesetzgebung. Der Zutritt darf anderen Nationen jedoch nicht verwehrt werden. Die Ausbeutung natürlicher Ressourcen oder Bodenschätze darf durch Gesetze untersagt, oder beschränkt werden. Jedoch nicht aufgrund nationaler Zugehörigkeit, sondern nur aufgrund bindender Gesetze, die für alle gleichermaßen gelten.

Reisezeit

Am 14. Februar endet auf Spitzbergen nach 84 Tagen Dunkelheit die lange Polarnacht und die Sonne kommt erstmals wieder über den Horizont. Den Ort Longyearbyen erreichen die ersten Sonnenstrahlen allerdings erst am 8. März, aufgrund seiner Lage in einem Trogtal. Die angestrahlten Bergspitzen auf der anderen Seite des Advent-Fjords künden jedoch von der hellen Jahreszeit. Die Sonne wird von allen Bewohnern sehnsüchtig erwartet. In dieser Zeit ist die Zunahme der Tageslänge immens. Schon am 2. Tag verlängert sich das Tageslicht von 95 Minuten auf fast 2,5 Stunden. Mitte April geht die Sonne für 99 Tage gar nicht mehr unter.

Ende Februar bis Anfang März hat man die perfekte Balance zwischen echter Nacht und ausreichend Tageslänge für Aktivitäten. Auch die langen Phasen der Dämmerung verleihen den weiß verschneiten Bergen ein wunderbares blaues Licht. Die Reflexionen der verschneiten Hänge liefern zusätzliche Helligkeit, sodass es auch nach Sonnenuntergang noch mehrere Stunden hell bleibt.

Dämmerstimmung Mittags am Ortsrand von Longyearbyen. Im Hintergrund die alten Masten zur Kohlebeförderung.

Was gibt es zu sehen ?

Die häufigste Reaktion, die uns im Vorfeld der Reise begegnete, war Unverständnis. „Dort ist es doch kalt und dunkel“ und „Was kann man denn dort machen?“. Ja, es ist kalt Ende Februar. Temperaturen zwischen -15°C und -25°C sind normal. An der Ostküste der Insel sogar noch deutlich darunter. Es ist das unbeschreibliche Licht und die Ruhe, die diese Jahreszeit so speziell machen. Mit etwas Glück läßt sich nachts die Aurora borealis beobachten (dazu später mehr). Wer das einmal mit eigenen Augen sehen durfte, kommt nicht mehr davon los.

Darüber hinaus bietet Svalbard atemberaubende Landschaften und aussergewöhnliche Fauna (für die Flora ist es wirklich noch zu früh). Wir hoffen, einige der hier lebenden Wildtiere vor die Kamera zu bekommen. Darunter Robben, Walrosse, Polarfüchse, das Svalbard Schneehuhn und die Könige der Arktis: Eisbären. Letztere hoffentlich aus sicherer Entfernung, denn Eisbären sind keine Kuscheltiere.

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