Das Beste zum Schluß

Nordlichter, Kp 5 , bei -20°C

Zarte Mondsichel und Venus am Abend, dazu sternenklarer Himmel. Heute waren schon am frühen Abend beste Voraussetzungen für Nordlichter. Ein Blick in den Himmel vor unserer Behausung machte die Entscheidung „Abendessen oder Nordlichter anschauen“ ganz einfach. Wenn man die Lichter hier schon so heftig sieht, muss es im dunklen Wald aufm Berg noch besser sein. Also sofort alle möglichen Schichten übereinander anziehen, um eine Weile die -20° Grad Celsius beim Rumstehen ertragen zu können. Und los, durch den Schnee den Berg hoch, wo es kein Licht von irgendwelchen Lampen mehr gibt. Die Lichterschau war grandios heute. An vielen Stellen, sich schnell verändernd, wandernde Vorhänge, Spiralen, wie Rauch oder Feuer. Und hell. Extrem hell. Meist grün, aber an den Rändern auch in lila und weiß übergehend.

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Musher für einen Tag

Das wichtigste Fortbewegungsmittel im Winter abseits der Straßen ist nach dem Snowmobil der Hundeschlitten. Es gibt hier einige Betriebe, die Ausfahrten mit dem Hundeschlitten anbieten. Hier lohnt es sich, genau zu vergleichen und auf Empfehlungen Einheimischer zu hören. Es gibt Anbieter, die auf Massenabfertigung optimiert sind. Dort wird man in einen fertig vorbereiteten Hundeschlitten gepackt und eine Stunde übers Eis kutschiert. Das war nicht unsere Vorstellung. Wir fanden jedoch ein kleines Unternehmen, bei dem man unter Anleitung alles selbst machen darf und das nur Kleingruppen mit maximal 4 Schlitten (8 Personen) führt.

Die Basis von Birk Husky liegt tief im Pasvik Nationalpark am Pasvik Fluss, der auch gleichzeitig Grenzfluss zu Russland ist.

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Lokale Spezialitäten

Wenn wir ins Ausland kommen, testen wir uns gerne durch lokale Spezialitäten. Bekannte und unbekannte.

Walters Mandler

Milchschokolade mit gesalzenen,  gerösteten und karamellisierten Mandeln. Man muss kein Schokoladenesser sein, um diese Schokolade zu lieben. Eine Tafel Walters gehört zu den ersten Produkten, die wir nach Ankunft auf norwegischem Boden kaufen. Erst dann ist man angekommen.

Walter eiskalt

Ein Glück, dass es diese Sorte zu Hause nicht gibt. 😉 

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Kurzbesuch in Finnland

Auch wenn es nicht auf den ersten Blick auffällt, so ist die geographische Länge von Kirkenes sehr weit östlich. Mit 30° 3′ O liegt es östlich von Alexandria (29° 56′ O)

Die norwegische Finnmark bildet mit Russland und Finnland ein Drei-Länder-Eck. Im Prinzip eine gute Gelegenheit, alle drei Länder zu besuchen. Mit einem Russland-Besuch sind jedoch viele bürokratische Hürden verbunden, die uns im Vorfeld davon Abstand nehmen ließen. Wer glaubt, ein ESTA-Visum für die USA sei umständlich zu bekommen, der möge mal bei der Russischen Botschaft anklopfen. 😉

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Feenstaub

Glitzernde Eiskristalle in der Luft

Bisher schneite es hier in der Finnmark täglich und auch nachts immer wieder. Nicht dauerhaft durchgehend, sondern meist in kürzeren Phasen. Es gibt also ständig eine frisch verschneite Landschaft, die wunderschön unberührt aussieht. 

Besonders schön ist es, wenn die Sonne scheint und der Himmel tiefblau und wolkenlos ist.

Eiskristalle vom Reif der letzten Nacht fallen mit einem Lufthauch von den Bäumen. Dazu fällt eventuell neuer feiner Schnee. 

Im Gegenlicht der Sonne sieht das Glitzern der Eiskristalle wie Feenstaub aus. Es funkelt überall. Wir können uns kaum daran sattsehen. 

Coole Nordlichter

Schneeschuhwandern bei Nacht

Am frühen Abend war am Himmel eine ganz dünne Mondsichel des zunehmenden Mondes zu erkennen, mit einer hell leuchtenden Venus darüber. Der Himmel war sternenklar bei anfänglichen -14°C . So beschlossen wir gegen 18:30 im Stockdunkeln mit den Schneeschuhen in den Wald und auf den Berg zu stapfen, um von dort aus hoffentlich Nordlichter zu sehen. Der metertiefe unberührte Neuschnee der letzten Tage, mit der Stirnlampe angeleuchtet, funkelte mit Millionen kleinen Sternchen zurück. Grandios!

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Einen Steinwurf entfernt

Die norwegisch-russische Grenze

Wir wohnen ein paar Meter vor der russischen Grenze. Mit Blick auf einen zugefrorenen See, der auch geteilt ist. Sogar auf dem Eis sieht man dort die Grenzbojen, eingefroren. 

Grenzpfosten

Die norwegischen Grenzpfosten sind gelb mit einer schwarzen Spitze. Die russischen sind übereinander gestreift, rot-grün im Wechsel, mit roter Spitze.

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