Krabben an Bord

In den 1960er Jahren wurden pazifische Kamtschatka Krabben, auch Königskrabben genannt, absichtlich bei Murmansk ausgesetzt, von wo sie sich seither langsam und unaufhaltsam nach Süden entlang der Norwegischen Küste ausbreiten. Inzwischen sind sie bis zur Inselgruppe der Lofoten vorgedrungen.

Die Krabbe verdrängt lokale Arten, indem sie sie auffrisst, oder ihnen die Nahrungsgrundlage entzieht. Die Meinungen über dieses Neozoon sind jedoch geteilt. Wissenschaftler schlagen Alarm, während lokale Fischer darin eine lohnende Einnahmequelle sehen. Sie sind einfach zu fangen und der Marktpreis ist hoch. Die Fischer platzieren etwas Fleischabfall in einem Fangkorb und einen Tag später ist er voll mit Krabben. Fische dagegen muss man mühsam mit Langleinen angeln.

Um den Passagieren die Königskrabbe näher zu bringen stieg ein lokaler Fischer während der Fahrtnzu uns an Bord und hatte mehrere lebende Exemplare im Gepäck.

Krabben-Express

Man konnte die Tiere aus der Nähe betrachten oder die Struktur des Panzers ertasten.

Königskrabbe (Paralithodes camtschaticus)

Die Scheren sind bei allen Tieren asymetrisch angelegt. Die rechte ist grundsätzlich stärker entwickelt.

Krabben im Größenvergleich zum Fischer

Die Tiere können mehrere Stunden außerhalb des Wassers überleben und werden in der Regel auch lebend in feuchten Transportkisten exportiert.

 

 

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